Firewall Audit für Unternehmen. Jede Regel geprüft, jedes Risiko belegt.

Ein Firewall Audit prüft Regelwerk, Konfiguration und Härtung Ihrer Firewalls auf Fehlkonfigurationen, die Angreifern den Weg ins Netz öffnen. NEXGAP bewertet jede Regel im Kontext Ihrer Netzsegmente und verifiziert kritische Befunde gezielt von außen.

Prüfumfang
Regelwerk, Konfiguration, Härtung, Betrieb
Grundlagen
BSI NET.3.2, CIS Benchmarks, NIST SP 800-41
Vorgehen
Lesezugriff ohne Eingriff in den Betrieb
Ergebnis
Befund je Regel mit konkreter Empfehlung
Lage in Zahlen

Die Firewall ist selbst zum Ziel geworden.

Firewalls, VPN-Gateways und andere Perimeter-Systeme stehen im Zentrum aktueller Angriffe. Fehlkonfigurationen und verzögerte Updates machen sie vom Schutz zum Einfallstor.

22%

Anteil von Edge-Geräten und VPNs an allen ausgenutzten Schwachstellen, fast achtmal so viel wie im Vorjahr.

Verizon DBIR 2025 ↗
0Tage

Medianer Abstand zwischen Veröffentlichung einer Schwachstelle in Edge-Geräten und ihrer massenhaften Ausnutzung.

Verizon DBIR 2025 ↗
32Tage

Mediane Zeit bis zur Behebung von Schwachstellen in Edge-Geräten. Nur 54 Prozent wurden vollständig geschlossen.

Verizon DBIR 2025 ↗
32%

Anteil von Exploits an allen Erstzugängen. Zum sechsten Mal in Folge der häufigste Angriffsvektor.

Mandiant M-Trends 2026 ↗
+24%

Anstieg der täglich neu entdeckten Schwachstellen zwischen Juli 2024 und Juni 2025 in Deutschland.

BSI-Lagebericht 2025 ↗
6Monate

Maximaler Abstand zwischen zwei Prüfungen der Firewall-Konfiguration nach PCI DSS 4.0, Anforderung 1.2.7.

PCI Security Standards Council ↗
Prüfumfang

Sieben Prüffelder. Vom Regelwerk bis zum Betrieb.

Ein Firewall Audit endet nicht beim Export des Regelwerks. Wir prüfen, wie Regeln, Zonen, Härtung und Betriebsprozesse zusammenwirken und ob eine Fehlkonfiguration von außen tatsächlich ausnutzbar ist.

01

Regelwerk

Jede Regel auf Notwendigkeit, Reichweite und Reihenfolge geprüft.

  • Any-Any und zu weit gefasste Freigaben
  • Verdeckte und redundante Regeln
  • Regeln ohne Treffer über definierte Zeiträume
  • Default-Deny und Regelreihenfolge
02

NAT und Objekte

Was hinter Adressobjekten und Übersetzungen tatsächlich freigegeben ist.

  • Portweiterleitungen auf interne Systeme
  • Verwaiste und doppelte Objekte
  • Zu große Netzbereiche in Objektgruppen
  • Benennung und Dokumentation
03

Segmentierung und Zonen

Ob die Firewall das Zonenmodell wirklich durchsetzt.

  • DMZ-Design und Übergänge
  • IT/OT- und Server-Client-Trennung
  • Ost-West-Verkehr zwischen Segmenten
  • Abschottung des Managementnetzes
04

Härtung und Firmware

Die Firewall als Angriffsziel, nicht nur als Schutz.

  • Firmware-Stand und aktiv ausgenutzte Schwachstellen
  • Management-Zugriff, MFA und Admin-Konten
  • Unsichere Protokolle und aktive Dienste
  • Abgleich mit CIS Benchmarks und BSI NET.3.2
05

VPN und Fernzugriff

Der meistangegriffene Teil der Perimeter-Infrastruktur.

  • Kryptografie und IKE- oder TLS-Parameter
  • Reichweite der VPN-Zugriffe ins interne Netz
  • Authentifizierung und MFA
  • Split Tunneling und Client-Richtlinien
06

Protokollierung und Monitoring

Ob ein Angriff überhaupt sichtbar würde.

  • Logging auf Allow- und Deny-Regeln
  • Anbindung an SIEM oder Log-Management
  • Zeitsynchronisation und Aufbewahrung
  • Alarmierung bei Konfigurationsänderungen
07

Betrieb und Governance

Prozesse, die verhindern, dass das Regelwerk wieder verwildert.

  • Change-Management und Freigaben
  • Regel-Owner und Rezertifizierung
  • Konfigurationsbackups
  • Hochverfügbarkeit und Notfallkonzept

Mehrere Standorte oder Hersteller?

Wir prüfen herstellerneutral, vom einzelnen Gateway bis zum verteilten Firewall-Verbund mit mehreren Clustern.

Umfang besprechen →
Anlässe

Warum Unternehmen ein Firewall Audit beauftragen.

Die meisten Audits haben einen konkreten Auslöser: eine Zertifizierung, eine regulatorische Pflicht, eine Sicherheitswarnung oder ein Regelwerk, das niemand mehr vollständig überblickt.

PCI DSS 4.0 · Anforderung 1.2.7

Pflichtprüfung alle sechs Monate

Konfigurationen von Netzwerksicherheitskontrollen müssen mindestens halbjährlich auf Relevanz und Wirksamkeit geprüft und die Ergebnisse dokumentiert werden.

ISO/IEC 27001:2022 · A.8.20 und A.8.22

Zertifizierung und Überwachungsaudit

Auditoren erwarten gehärtete Netzwerkkomponenten, eine durchgesetzte Netztrennung und für jede Regel eine nachvollziehbare Begründung.

NIS2 · BSI-Gesetz

Nachweis wirksamer Maßnahmen

Betroffene Einrichtungen müssen Risikomanagementmaßnahmen umsetzen und deren Wirksamkeit bewerten. An der Netzgrenze ist das Firewall Audit der direkte Beleg.

BSI IT-Grundschutz · NET.3.2

Anforderungen an Firewalls

Der Baustein fordert unter anderem ein Allowlist-Regelwerk, zustandsbehaftete Filterung, die Abschaltung nicht benötigter Dienste und die regelmäßige Prüfung der Regeln.

Warnung und Vorfall

Kritische Schwachstelle im Gateway

Nach Warnungen zu aktiv ausgenutzten Schwachstellen oder einem Vorfall klärt das Audit, was exponiert war und ob Konfiguration und Firmware dem notwendigen Stand entsprechen.

Migration, Übernahme, Wissensverlust

Gewachsene Regelwerke ohne Dokumentation

Vor einem Herstellerwechsel, nach einer Übernahme oder wenn langjährige Administratoren gehen, schafft das Audit eine belastbare Ausgangsbasis.

Die Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Welche Pflichten konkret gelten, hängt von Sektor, Größe und Rolle Ihres Unternehmens ab.

Typische Befunde

Die zehn häufigsten Fehlkonfigurationen in Firewall-Regelwerken.

Kaum eine dieser Schwachstellen entsteht mit Absicht. Sie wachsen aus Zeitdruck, Fehlersuche unter Last und fehlender Rezertifizierung und finden sich in fast jedem gewachsenen Regelwerk.

01

Any-Any-Regeln

Bei Inbetriebnahme oder Fehlersuche angelegt und nie zurückgebaut. Sie heben die Schutzwirkung zwischen zwei Zonen faktisch auf.

Kritisch
02

Management-Oberfläche aus dem Internet erreichbar

Web- oder SSH-Zugang zur Administration ist aus dem WAN erreichbar und damit direktes Ziel für Exploits und Passwortangriffe.

Kritisch
03

Veraltete Firmware

Bekannte und aktiv ausgenutzte Schwachstellen bleiben offen, weil Wartungsfenster fehlen oder der Supportzeitraum des Geräts abgelaufen ist.

Kritisch
04

Fernzugriffsdienste direkt exponiert

RDP, SSH oder SMB werden per Portweiterleitung ins Internet freigegeben, statt den Zugang über VPN mit MFA zu führen.

Hoch
05

VPN-Zugriff auf ganze Netze

Mitarbeitende und Dienstleister erhalten per VPN Zugriff auf komplette Subnetze statt auf einzelne Systeme und Dienste.

Hoch
06

Fehlende interne Segmentierung

Server-, Client-, OT- und Managementnetze sind untereinander weitgehend offen. Ein kompromittierter Client erreicht nahezu jedes System.

Hoch
07

Verdeckte und widersprüchliche Regeln

Regeln, die nie greifen, weil eine weiter oben stehende Regel denselben Verkehr bereits erlaubt oder blockiert. Sie verschleiern die tatsächliche Policy.

Mittel
08

Ungenutzte und verwaiste Regeln

Regeln ohne Treffer und ohne verantwortliche Person vergrößern die Angriffsfläche und machen jede Änderung zum Risiko.

Mittel
09

Unvollständige Protokollierung

Ohne Logging auf kritischen Regeln und ohne Anbindung an ein SIEM bleiben Angriffe und Fehlkonfigurationen unsichtbar.

Mittel
10

Keine Rezertifizierung

Regeln ohne Ticket, Begründung und Ablaufdatum. Nach einigen Jahren weiß niemand mehr, warum sie existieren.

Niedrig
Methodik

Sechs Schritte. Ohne Eingriff in den Betrieb.

Die Analyse erfolgt auf Basis exportierter Konfigurationen oder eines Lesezugriffs. Änderungen an Ihren Firewalls nehmen wir nicht vor. Das Vorgehen orientiert sich an NIST SP 800-41, BSI IT-Grundschutz NET.3.2 und den CIS Benchmarks.

01

Scoping und Datenerhebung

Wir erfassen Firewalls, Standorte, Zonen und Ansprechpartner und erhalten Konfigurationsexporte, Netzpläne, vorhandene Regeldokumentation und Trefferzähler.

Auditumfang und Datenbasis
02

Automatisierte Regelwerksanalyse

Alle Regeln, Objekte und NAT-Einträge werden eingelesen. Any-Any-Freigaben, verdeckte, redundante und ungenutzte Regeln werden systematisch identifiziert.

Regelinventar mit Kennzahlen
03

Manuelle Bewertung im Kontext

Analysten bewerten jede kritische Regel im Kontext von Zonen, Diensten und Geschäftsanforderungen. Erst diese Einordnung trennt notwendige Freigaben von echten Risiken.

Bewertete Befunde
04

Härtungs- und Schwachstellenprüfung

Firmware wird gegen bekannte und aktiv ausgenutzte Schwachstellen abgeglichen. Management-Zugriff, Kryptografie, Dienste und Protokollierung prüfen wir gegen BSI NET.3.2 und CIS Benchmarks.

Härtungsbefunde
05

Verifikation von außen

Kritische Befunde prüfen wir gezielt aus Angreifersicht: Erreichbarkeit von Ports, exponierte Dienste und Management-Oberflächen sowie VPN-Endpunkte.

Verifizierte Exposition
06

Bericht und Bereinigungsplan

Management Summary, Befunde je Firewall und Regel mit Best Practice und ein priorisierter Plan, welche Regeln gelöscht, eingeschränkt oder dokumentiert werden.

Bericht und Maßnahmenplan
Befund und Bericht

Ein Befund, wie er im Bericht steht. Mit Regel-ID und Lösung.

Jeder Befund nennt Firewall und Regel, beschreibt Auswirkung und Verifikation und schließt mit einer konkreten Empfehlung, die Ihr Netzwerkteam direkt umsetzen kann.

Kritisch
FW-2026-04

RDP-Dienst per Portweiterleitung aus dem Internet erreichbar

Firewall
fw-edge-01, Cluster Hauptstandort
Regel-ID
#031 · WAN → 10.20.4.15 · TCP/3389 · ALLOW · LOG OFF
Treffer
1.214 Verbindungen in 30 Tagen, überwiegend aus unbekannten Quellnetzen
Verifikation
Port 3389 von extern erreichbar, Anmeldemaske ohne vorgeschalteten VPN-Zugang
Auswirkung
Direkter Angriffspfad für Passwortangriffe und bekannte RDP-Schwachstellen in das Servernetz
Best Practice
Regel entfernen, Zugriff nur über VPN mit MFA, für Dienstleister Quell-IP-Beschränkung und zeitliche Befristung
Bezug
ISO/IEC 27001 A.8.20, BSI NET.3.2, MITRE ATT&CK T1133
Beispiel, anonymisiert · Interne Adressen verändert
Schweregrade
Kritisch
Direkt aus dem Internet ausnutzbar
Hoch
Umgeht die Segmentierung
Mittel
Vergrößert die Angriffsfläche
Niedrig
Abweichung von Best Practice
Lieferumfang
01
Management Summary mit Risikobewertung
02
Befundbericht je Firewall und Regel mit Best Practice
03
Regelwerkskennzahlen: ungenutzt, verdeckt, zu weit gefasst
04
Abschlussgespräch mit Netzwerk- und Sicherheitsteam
Referenzen

Unternehmen, die ihre Firewalls von uns prüfen lassen.

Eine Auswahl von Kunden, für die NEXGAP Firewall Audits durchgeführt hat.

FAQ

Häufige Fragen zum Firewall Audit.

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gern im persönlichen Gespräch.

Ein Firewall Audit ist die systematische Prüfung von Regelwerk, Konfiguration, Härtung und Betriebsprozessen einer oder mehrerer Firewalls. Ziel ist, Fehlkonfigurationen zu finden, die unerwünschten Zugriff ermöglichen, und das Regelwerk auf das notwendige Minimum zu reduzieren.

Mindestens jährlich, bei vielen Änderungen oder regulatorischen Vorgaben häufiger. PCI DSS 4.0 verlangt eine Prüfung der Konfiguration mindestens alle sechs Monate. Zusätzlich empfiehlt sich ein Audit nach Migrationen, größeren Umbauten und Warnungen zu kritischen Schwachstellen.

Das Firewall Audit prüft die Konfiguration von innen: jede Regel, jedes Objekt, jede Einstellung. Ein Penetrationstest prüft von außen, ob und wie weit ein Angreifer tatsächlich kommt. Beide ergänzen sich, deshalb verifizieren wir kritische Audit-Befunde gezielt von außen.

Nein. Die Analyse erfolgt auf Basis exportierter Konfigurationen oder eines Lesezugriffs. Wir nehmen keine Änderungen an Ihren Firewalls vor. Externe Verifikationen stimmen wir vorab zeitlich mit Ihnen ab.

Wir prüfen herstellerneutral gängige Next-Generation-Firewalls, VPN-Gateways und Cloud-Firewalls, auch in heterogenen Umgebungen mit mehreren Herstellern und Standorten.

Einen Export der Konfiguration oder einen Lesezugriff, eine Übersicht der Netzsegmente und Zonen, vorhandene Regeldokumentation sowie einen technischen Ansprechpartner. Trefferzähler über einen möglichst langen Zeitraum verbessern die Aussagekraft zu ungenutzten Regeln.

Das hängt von der Anzahl der Firewalls und der Größe der Regelwerke ab. Für ein einzelnes Regelwerk mit einigen hundert Regeln sollten Sie mit wenigen Tagen rechnen, für verteilte Umgebungen mit mehreren Clustern mit ein bis drei Wochen.

Ja. Versicherer fragen nach Perimeter-Schutz, Fernzugriff, MFA und Patchstand. Ein dokumentiertes Audit liefert belastbare Antworten für Fragebögen und Risikogespräche.

Kontakt

Wissen, was Ihre Firewall wirklich erlaubt. Ihr Audit beginnt mit einem Gespräch.