Branchen / Manufacturing & Construction

Wo produziert und gebaut wird,
wird auch angegriffen.

In der Industrie und im Bausektor beginnen Angriffe selten am eigenen Perimeter. Sie beginnen beim Zulieferer, beim Joint-Venture-Partner oder an einem vergessenen Fernwartungszugang. NEXGAP macht diese Exposition sichtbar und prüft offensiv, was davon ausnutzbar ist.

Fassade eines Gebäudekomplexes bei Nacht mit beleuchteten Fenstern
Werke · Baustellen · Lieferketten
Konzern
Tochtergesellschaften und Standorte
Werke
OT-Netze und Fernwartung
Projekte
Baustellen und Joint Ventures
Lieferkette
Zulieferer und Dienstleister
Lage in Zahlen

Die meistangegriffene Branche.
Im fünften Jahr in Folge.

Industrie und Bausektor stehen im Zentrum von Erpressung, Spionage und Sabotage. Die wichtigsten Kennzahlen aus aktuellen Lageberichten, jede mit Quelle.

27,7 %
Anteil der Fertigung an allen Sicherheitsvorfällen, Platz 1 im fünften Jahr in Folge.
IBM X-Force Threat Intelligence Index 2026 ↗︎
3.300
Industrieunternehmen weltweit 2025 von Ransomware getroffen, mehr als zwei Drittel davon aus der Fertigung.
Dragos OT/ICS Year in Review 2026 ↗︎
30 %
der Sicherheitsverletzungen mit Beteiligung Dritter, doppelt so viele wie im Vorjahr.
Verizon DBIR 2025 ↗︎
211 Mrd. €
Mindestschaden durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage in Deutschland 2026.
Bitkom Wirtschaftsschutz 2026 ↗︎
+44 %
mehr Ransomware-Opfer im Bausektor im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal.
GuidePoint GRIT Q1 2026 ↗︎
42 Tage
bleibt Ransomware in OT-Umgebungen im Durchschnitt unentdeckt.
Dragos OT/ICS Year in Review 2026 ↗︎
Herausforderungen

Warum Industrie und Bausektor
anders verwundbar sind.

Produktion, Projekte und Partnernetzwerke vergrößern die Angriffsfläche weit über die eigene IT hinaus. Sechs Faktoren, die wir in fast jeder Analyse wiederfinden.

Typischer Weg in die Produktion · schematisch
01
OT trifft IT
Produktionsnetze, Fernwartung und Leitstände werden vernetzt, sind aber oft weder patchbar noch überwacht. Ransomware bleibt in OT-Umgebungen im Schnitt 42 Tage unentdeckt.
Dragos 2026 ↗︎
02
Die Lieferkette als Einfallstor
Zulieferer, Dienstleister und Joint-Venture-Partner halten Zugänge, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Bei 30 % aller Sicherheitsverletzungen ist ein Dritter beteiligt.
Verizon DBIR 2025 ↗︎
03
Projekte auf Zeit
Baustellen und Projektgesellschaften entstehen mit eigener IT, temporären Konten und externen Partnern und verschwinden wieder, oft ohne sauberen Rückbau von Zugängen und Domains.
04
Stillstand kostet sofort
Jede Stunde Produktionsausfall trifft Lieferketten und Vertragsstrafen. Genau deshalb gelten Hersteller und Unternehmen des Bausektors als zahlungsbereite Ziele für Erpressung.
05
Geistiges Eigentum im Visier
Konstruktionsdaten, Rezepturen und Angebote sind Ziel von Wirtschaftsspionage. In der Fertigung hatte jede fünfte Sicherheitsverletzung ein Spionagemotiv, im Vorjahr waren es 3 %.
Verizon DBIR 2025 ↗︎
06
Zugangsdaten im Umlauf
Infostealer auf privaten und dienstlichen Geräten liefern gültige VPN-, SSO- und Fernwartungszugänge, die Access Broker an Ransomware-Gruppen weiterverkaufen.
Use Cases

Was NEXGAP für Industrie und Bausektor
konkret abdeckt.

Sechs Einsatzfelder aus laufenden Analysen und Projekten. Jedes verbindet Threat Intelligence mit offensiver Prüfung.

01
CQTI
Kompromittierte Zugänge früh erkennen
Infostealer-Infektionen bei Mitarbeitenden, Vertriebs- und Servicepartnern. Gemeldet werden gültige VPN-, SSO- und Fernwartungszugänge, bevor ein Access Broker sie verkauft.
Aus der Praxis
Infostealer auf dem Gerät eines Mitarbeiters bei einem Vertriebspartner, analysiert und an den CISO des Herstellers übergeben.
Zu CQTI ↗︎
02
CQTI
Joint Ventures und Konsortien überwachen
Partnerrisiko Unternehmen für Unternehmen: Angriffsfläche, Leaks und Untergrundaktivität aller Joint-Venture-Partner in einer gemeinsamen Sicht.
Aus der Praxis
Bewertung eines internationalen Infrastrukturkonsortiums aus Sicht des führenden Partners, Partner für Partner.
Zu CQTI ↗︎
03
CQTI
Lieferanten vor und nach Vertragsschluss bewerten
Der Einkauf erhält eine Bewertung auf Basis realer Bedrohungslage statt Fragebögen. Neue Partner werden vor der Anbindung geprüft, bestehende laufend beobachtet.
Aus der Praxis
Partnerbewertung vor einer technischen Kooperation, mit Angriffsfläche, Schnittstellen und Untergrundfunden des Partners.
Zu CQTI ↗︎
04
CQTI · Offensive
Fernwartung und OT-Exposition
Exponierte Fernwartungsportale, Leitstandzugänge und Schwachstellen in eingesetzten Produkten werden sichtbar, priorisiert nach aktiver Ausnutzung und Diskussion im Untergrund.
Zu CQTI ↗︎
05
CQTI
Konstruktionsdaten und Angebote schützen
Leakseiten, Foren und Kanäle werden auf Konstruktions-, Projekt- und Finanzdaten aus Konzern und Lieferkette überwacht. Legal und Compliance erhalten die Grundlage für nächste Schritte.
Zu CQTI ↗︎
06
Offensive
Werke und Netze offensiv prüfen
Segmentierung zwischen IT und OT, Active Directory, Firewall-Regelwerke und Fernzugänge werden so angegriffen, wie es reale Akteure tun würden, mit belegten Angriffspfaden.
Zu Offensive Security Operations ↗︎
Regulatorik

Drei Regelwerke.
Ein enger Zeitplan.

NIS2 ist in Deutschland in Kraft, die Meldepflichten des Cyber Resilience Act gelten seit September 2026, und ab Januar 2027 wird Cybersicherheit Teil der Maschinensicherheit.

NIS2 · §§ 30 ff. BSIG
Risikomanagement inklusive Lieferkette
Hersteller von Maschinen, Fahrzeugen, Elektronik und elektrischen Ausrüstungen zählen zu den erfassten Sektoren. CQTI überwacht Lieferanten, Dienstleister und Joint Ventures laufend.
CRA · Art. 14
Ausgenutzte Schwachstellen früh kennen
Wer binnen 24 Stunden melden muss, braucht frühe Signale. CQTI beobachtet Diskussionen und Exploits zu Ihren Produkten in Foren und Kanälen.
Maschinenverordnung · Anhang III
Schutz gegen Manipulation belegen
Offensive Security Operations prüft Steuerungen, Fernwartung und Segmentierung und dokumentiert jeden Befund nachvollziehbar.
Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.
Belegte Fälle

Stillstand hat einen Preis.
In Werk, Lieferkette und Bau.

Drei öffentlich dokumentierte Fälle zeigen, wie ein Angriff Produktion, Zulieferer und Projektgeschäft trifft.

Werk · Stillstand
1,9Mrd. GBP
Jaguar Land Rover · 2025
Wochen ohne Produktion
Nach einem Cyberangriff stand die Produktion ab dem 1. September 2025 über Wochen still. Der geschätzte Schaden für die britische Wirtschaft liegt bei 1,9 Mrd. GBP, mehr als 5.000 Organisationen waren betroffen.
Quelle: Cyber Monitoring Centre, Oktober 2025
Lieferkette · Just in Time
14Werke
Toyota und Kojima Industries · 2022
Ein Zulieferer stoppt den Konzern
Schadsoftware bei einem Teilezulieferer legte alle 14 japanischen Toyota-Werke für einen Tag still. Betroffen waren rund 13.000 Fahrzeuge.
Quelle: Reuters und Kojima Industries, März 2022
Bau · Daten
4,4Mio. GBP
Interserve · 2020
Eine Phishing-Mail, 113.000 Datensätze
Über eine Phishing-Mail gelangten Angreifer in die Systeme des Bau- und Dienstleistungskonzerns. Betroffen waren Daten von bis zu 113.000 Beschäftigten. Die britische Datenschutzbehörde verhängte 4,4 Mio. GBP.
Quelle: UK ICO, Oktober 2022
Öffentlich dokumentierte Fälle. NEXGAP war an keinem dieser Fälle beteiligt.
Silhouette einer Person vor einer großen Welle
Risikolandschaft und Geopolitik

Spionage, Sabotage, Erpressung.
Die Lage hat sich verschoben.

Staatliche Akteure, kriminelle Gruppen und Hacktivisten teilen inzwischen Werkzeuge, Infrastruktur und Ziele. Für Hersteller mit Rüstungs- oder Dual-Use-Bezug steigt das Risiko gezielter Ausspähung.

Herkunft zugeordneter Angriffe · Deutschland 2026
China
52 %
Russland
49 %
Bitkom Wirtschaftsschutz 2026 ↗︎
37 %
der betroffenen Unternehmen ordnen mindestens einen Angriff einem ausländischen Nachrichtendienst zu. 2025 waren es 28 %.
BfV
Sicherheitshinweis vom Juli 2026: erhöhte Wahrscheinlichkeit von Ausspähung und Sabotage gegen die Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft durch russische staatliche Stellen.
ENISA
Staatsnahe Akteure, Kriminelle und Hacktivisten teilen zunehmend Taktiken, Werkzeuge und Ziele, darunter Logistik und Fertigung.
FAQ

Häufige Fragen.
Aus Werk und Baustelle.

Was IT-Sicherheit, Werkleitung und Einkauf vor dem Start wissen möchten.

Gespräch vereinbaren

Nein. CQTI arbeitet von außen und benötigt keine Software in Ihrer Umgebung. Aktive Prüfungen in Ihren Netzen, auch an der Grenze zwischen IT und OT, finden nur im Rahmen eines Mandats von Offensive Security Operations statt.

Ja. Lieferanten ohne Mandat überwachen wir ausschließlich passiv, über Daten Dritter und besucherübliche Einzelzugriffe. Fragebögen oder Selbstauskünfte Ihrer Zulieferer sind dafür nicht erforderlich.

Projekte, Arbeitsgemeinschaften und Joint Ventures legen wir als eigene Collections an. So sehen Sie deren Zugänge, Leaks und Angriffsfläche getrennt vom Konzern und passen den Umfang an, wenn ein Projekt endet.

CQTI liefert Nachweise für das Risikomanagement der Lieferkette nach NIS2 und frühe Hinweise auf ausgenutzte Schwachstellen in eingesetzten Produkten. Offensive Security Operations belegt den Schutz von Steuerungen und Fernwartung. Eine rechtliche Bewertung ersetzt das nicht.

Kritische Funde erreichen Sie innerhalb von 60 Minuten per E-Mail und Webhook. Darknet-Funde werden vorher von unseren Analysten verifiziert.

Nächster Schritt

Wie exponiert sind Ihre Werke, Projekte und Partner?

Im Analysten-Briefing zeigen wir Ihnen, welche Zugangsdaten, Leaks und Angriffsflächen zu Ihrem Unternehmen, Ihren Joint Ventures und Ihren wichtigsten Zulieferern sichtbar sind.

Analysten-Briefing anfragen
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