Penetrationstest für Unternehmen. Manuell verifiziert, belegt, priorisiert.

Ein Penetrationstest simuliert reale Angriffe auf Infrastruktur, Anwendungen und Identitäten. NEXGAP verbindet Threat Intelligence mit manueller Ausnutzung und liefert jeden Befund mit CVSS-Bewertung, CWE-Klassifikation und nachvollziehbarem Angriffspfad.

Standards
PTES, OWASP WSTG, NIST SP 800-115
Bewertung
CVSS 3.1, CWE, MITRE ATT&CK
Perspektiven
Black-, Grey- und White-Box
Ergebnis
Management Summary, technischer Bericht, Abschlussgespräch
Grundlagen

Was ist ein Penetrationstest? Und was nicht.

Ein Penetrationstest ist ein autorisierter, simulierter Angriff auf klar definierte Systeme. Ziel ist nicht eine Liste möglicher Schwachstellen, sondern der Nachweis, welche davon tatsächlich ausnutzbar sind und wie weit ein Angreifer damit kommt.

Kriterium
Schwachstellenscan
Penetrationstest
Red Teaming
Ziel
Bekannte Schwachstellen in der Breite erfassen
Ausnutzbarkeit und Auswirkung je Befund belegen
Erkennung und Reaktion unter realen Bedingungen prüfen
Vorgehen
Automatisiert und signaturbasiert
Manuell, gestützt durch Werkzeuge und Threat Intelligence
Zielorientiert und verdeckt über mehrere Wochen
Ergebnis
Liste potenzieller Schwachstellen
Verifizierte Befunde mit Nachweis, Bewertung und Angriffspfad
Bewertung der Detektions- und Reaktionsfähigkeit
Falsch-Positive
Häufig
Durch manuelle Verifikation ausgeschlossen
Nicht relevant
Rhythmus
Laufend oder monatlich
Jährlich und nach wesentlichen Änderungen
Abhängig vom Reifegrad
Prüfgegenstände

Sieben Testarten. Ein durchgängiger Maßstab.

Jede Testart folgt derselben Methodik und Bewertungslogik. So bleiben Befunde aus Webanwendung, Active Directory und OT vergleichbar und lassen sich gemeinsam priorisieren.

01

Externe Infrastruktur

Alles, was aus dem Internet erreichbar ist, aus Sicht eines unauthentifizierten Angreifers.

  • Exponierte Dienste und Fernzugänge
  • VPN-, Mail- und DNS-Infrastruktur
  • TLS-Konfiguration und Zertifikate
  • Vergessene Subdomains und Altsysteme
02

Interne Infrastruktur und Active Directory

Assumed Breach: Start mit einem regulären Benutzerkonto im internen Netz.

  • Kerberoasting und AS-REP Roasting
  • ACL-, GPO- und Delegationsfehler
  • Credential Reuse und Lateral Movement
  • Wirksamkeit der Netzsegmentierung
Zum AD Audit ↗
03

Webanwendungen

Manuelle Prüfung entlang OWASP WSTG und OWASP Top 10.

  • Injection und Cross-Site Scripting
  • Zugriffskontrolle und Session-Management
  • Server-Side Request Forgery
  • Geschäftslogik und Workflows
04

APIs

REST und GraphQL, geprüft nach OWASP API Security Top 10.

  • Object Level Authorization (BOLA)
  • Token-Handling und Authentifizierung
  • Mass Assignment
  • Rate Limiting und Ressourcenverbrauch
05

Cloud-Umgebungen

Identitäten und Konfiguration statt nur einzelner Hosts.

  • IAM-Rollen und Berechtigungsketten
  • Öffentlich erreichbare Speicher
  • Netzwerk- und Sicherheitsgruppen
  • Geheimnisse in Pipelines und Code
06

SAP-Systeme

Spezialisierte Prüfung von Schnittstellen, Berechtigungen und Patchstand.

  • RFC- und Gateway-Sicherheit
  • Standardbenutzer und kritische Berechtigungen
  • Patchstand und Sicherheitshinweise
  • Schnittstellen zu Drittsystemen
07

OT und Produktionsnetze

Behutsam, abgestimmt und mit Fokus auf die Übergänge zwischen IT und OT.

  • IT/OT-Segmentierung und Übergänge
  • Fernwartungszugänge
  • Industrielle Protokolle
  • Engineering-Workstations

Ihr Prüfgegenstand fehlt?

Wir stimmen Umfang und Tiefe individuell ab, von einer einzelnen Anwendung bis zur Konzernstruktur mit Tochtergesellschaften.

Scope besprechen →
Methodik

Sechs Phasen. Jede dokumentiert.

Unser Vorgehen orientiert sich an PTES, dem OWASP Web Security Testing Guide, NIST SP 800-115 und dem Durchführungskonzept für Penetrationstests des BSI. Jede Phase endet mit einem prüfbaren Zwischenergebnis.

01

Scoping und Rules of Engagement

Zielsysteme, Testperspektive, Zeitfenster, Ausschlüsse und Notfallkontakte werden schriftlich festgelegt. Ohne schriftliche Freigabe beginnt kein Test.

Testkonzept und Freigabe
02

Aufklärung und Threat Intelligence

Wir erfassen die Angriffsfläche und prüfen, was über Ihr Unternehmen bereits im Untergrund kursiert, etwa Zugangsdaten aus Infostealer-Logs oder Hinweise auf exponierte Systeme.

Angriffsflächenprofil
03

Schwachstellenanalyse

Automatisierte Prüfungen liefern Hinweise. Analysten verifizieren jeden Treffer manuell, verwerfen Falsch-Positive und ergänzen, was Scanner grundsätzlich nicht finden, etwa Fehler in Geschäftslogik und Berechtigungen.

Verifizierte Kandidaten
04

Ausnutzung

Kontrollierte Ausnutzung belegt, welche Schwachstellen tatsächlich zu Zugriff führen. Destruktive Techniken setzen wir nur nach ausdrücklicher Freigabe ein.

Nachweis je Befund
05

Post-Exploitation und Angriffspfade

Rechteausweitung, Lateral Movement und Zugriff auf vorab definierte Kronjuwelen. Jeder Schritt wird auf MITRE ATT&CK abgebildet und mit Zeitstempel protokolliert.

Belegte Angriffspfade
06

Bericht und Abschlussgespräch

Management Summary, technische Befunde mit Reproduktionsschritten und priorisierte Maßnahmen, besprochen mit Ihren IT-, Entwicklungs- und Managementteams.

Bericht und Maßnahmenplan
Bewertung und Bericht

Ein Befund, wie er im Bericht steht. Prüfbar bis ins Detail.

Jeder Befund ist reproduzierbar dokumentiert, nach CVSS 3.1 bewertet, nach CWE klassifiziert und auf MITRE ATT&CK abgebildet. So lassen sich Maßnahmen priorisieren und gegenüber Auditoren belegen.

Kritisch
PT-2026-01

Authentifizierung am VPN-Portal umgehbar

CVSS 3.1
9.8
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CWE
CWE-287 Improper Authentication
MITRE ATT&CK
T1190 Exploit Public-Facing Application, T1078 Valid Accounts
Betroffen
vpn.beispiel.de, 203.0.113.24, Port 443
Nachweis
Vier Schritte mit Requests, Responses und Zeitstempeln dokumentiert
Auswirkung
Netzwerkzugang ohne gültige Zugangsdaten, Ausgangspunkt des Angriffspfads bis zum Domain Admin
Empfehlung
Sicherheitsupdate des Herstellers einspielen, aktive Sitzungen invalidieren, Anmeldeprotokolle auf frühere Zugriffe prüfen
Beispiel, anonymisiert · Dokumentations-IP nach RFC 5737
Schweregrade nach CVSS 3.1
Kritisch
9.0 bis 10.0
Hoch
7.0 bis 8.9
Mittel
4.0 bis 6.9
Niedrig
0.1 bis 3.9
Lieferumfang
01
Management Summary für Geschäftsleitung und Aufsichtsgremien
02
Technischer Bericht mit Nachweisen und Reproduktionsschritten
03
Priorisierter Maßnahmenplan je Befund
04
Abschlussgespräch mit IT, Entwicklung und Management
Referenzen

Unternehmen, die uns ihre Systeme anvertrauen.

Eine Auswahl von Kunden, für die NEXGAP Penetrationstests durchgeführt hat.

Platzhalter Foto
„
[Platzhalter für das freigegebene Kundenzitat zum Penetrationstest mit NEXGAP]
[Vorname Nachname]
[Funktion, Unternehmen]
Analystenarbeitsplatz mit mehreren Monitoren während eines Penetrationstests
Intelligence-led Testing

Wir testen mit dem, was Angreifer bereits haben.

Ein Penetrationstest ohne Kenntnis der realen Bedrohungslage prüft Annahmen. NEXGAP bezieht Erkenntnisse aus der eigenen Threat Intelligence ein und testet die Wege, die Angreifer tatsächlich nutzen.

01

Kompromittierte Zugangsdaten

Wir prüfen vorab, ob gültige Zugangsdaten Ihrer Mitarbeitenden aus Infostealer-Logs im Umlauf sind, und beziehen sie mit Ihrer Freigabe in den Test ein.

02

Angriffsfläche aus Angreifersicht

Exponierte Systeme, vergessene Subdomains und Fernzugänge aus unserer laufenden Überwachung fließen direkt in den Scope.

03

Aktuelle Taktiken und Akteure

Testszenarien orientieren sich an Taktiken, die Gruppen derzeit gegen Ihre Branche einsetzen, abgebildet auf MITRE ATT&CK.

Anlässe und Regulatorik

Wann ein Penetrationstest Pflicht oder geboten ist.

Viele Regelwerke verlangen, die Wirksamkeit technischer Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig zu prüfen. Ein Penetrationstest liefert dafür einen belastbaren, dokumentierten Nachweis.

NIS2 · Art. 21 Abs. 2 lit. f

Wirksamkeit von Maßnahmen bewerten

Betroffene Einrichtungen müssen Konzepte und Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit ihrer Risikomanagementmaßnahmen vorhalten. In Deutschland umgesetzt im BSI-Gesetz.

DORA · Art. 24 bis 27

Tests der digitalen operationalen Resilienz

Finanzunternehmen müssen ein Testprogramm betreiben, das auch Penetrationstests umfasst. Ausgewählte Unternehmen unterliegen zusätzlich bedrohungsorientierten Penetrationstests (TLPT).

ISO/IEC 27001:2022 · A.8.8 und A.8.29

Schwachstellen und Sicherheitstests

Das Management technischer Schwachstellen sowie Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme gehören zu den Maßnahmen des Anhangs A.

PCI DSS 4.0 · Anforderung 11.4

Externe und interne Penetrationstests

Mindestens jährlich sowie nach wesentlichen Änderungen an Infrastruktur oder Anwendungen, einschließlich der Prüfung der Segmentierung.

TISAX · VDA ISA

Nachweise in der Automobil-Lieferkette

Der Informationssicherheits-Katalog fordert ein Management technischer Schwachstellen. Penetrationstests liefern dafür belastbare Belege.

Projekt und Transaktion

Go-Live, Release und Due Diligence

Vor dem Livegang neuer Anwendungen, nach größeren Umbauten und bei Unternehmenskäufen, wenn die Sicherheitslage eines Ziels belastbar bewertet werden muss.

Die Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Welche Pflichten konkret gelten, hängt von Sektor, Größe und Rolle Ihres Unternehmens ab.

FAQ

Häufige Fragen zum Penetrationstest.

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gern im persönlichen Gespräch.

Der Aufwand hängt vom Umfang ab: Anzahl und Art der Systeme, Testperspektive, gewünschte Tiefe der Ausnutzung und Zahl der Prüfgegenstände. Nach einem kurzen Scoping-Gespräch erhalten Sie ein Angebot mit klar definiertem Umfang.

Fokussierte Tests einzelner Webanwendungen oder APIs dauern typischerweise einige Tage. Umfassende Infrastruktur- und Active-Directory-Tests benötigen eher ein bis drei Wochen. Hinzu kommen Vorbereitung und Berichterstellung.

Ein Schwachstellenscan erfasst automatisiert bekannte Schwachstellen und liefert eine Liste möglicher Probleme. Ein Penetrationstest verifiziert diese manuell, findet zusätzlich logische Fehler und belegt, welche Schwachstellen tatsächlich ausnutzbar sind und wie weit ein Angreifer damit kommt.

Beim Black-Box-Test erhalten die Tester kein Vorwissen. Beim Grey-Box-Test stehen Benutzerkonten oder Teilinformationen zur Verfügung, beim White-Box-Test zusätzlich Dokumentation, Konfigurationen oder Quellcode. Grey-Box bietet meist das beste Verhältnis von Aufwand und Erkenntnis.

Risiken werden im Scoping minimiert: abgestimmte Zeitfenster, benannte Notfallkontakte, Ausschluss kritischer Systeme und destruktive Techniken nur nach ausdrücklicher Freigabe. OT- und Produktionsumgebungen testen wir besonders behutsam.

Mindestens jährlich sowie nach wesentlichen Änderungen wie neuen Anwendungen, Migrationen oder Umbauten im Netzwerk. Einige Regelwerke, etwa PCI DSS, schreiben diesen Rhythmus ausdrücklich vor.

Unser Vorgehen orientiert sich an PTES, dem OWASP Web Security Testing Guide, den OWASP Top 10, den OWASP API Security Top 10, NIST SP 800-115 und dem Durchführungskonzept für Penetrationstests des BSI. Befunde bewerten wir nach CVSS 3.1, klassifizieren sie nach CWE und bilden sie auf MITRE ATT&CK ab.

Berichte und Nachweise übermitteln wir ausschließlich verschlüsselt, auf Wunsch per PGP. Testdaten werden nach Projektabschluss gemäß vertraglicher Vereinbarung gelöscht.

Kontakt

Wissen statt vermuten. Ihr Pentest beginnt mit einem Gespräch.