01Wie sicher ist Microsoft 365 Copilot?
Copilot greift nur auf Daten zu, die der jeweilige Nutzer sehen darf. Das Risiko liegt deshalb oft in zu weit gefassten Freigaben und in Inhalten von außen, die den Assistenten per Prompt Injection steuern. Wie sicher Copilot in Ihrem Unternehmen ist, hängt von Berechtigungen, Konnektoren und Konfiguration ab. Genau das prüfen wir.
02Was ist Prompt Injection?
Ein Angriff, bei dem Anweisungen in Eingaben versteckt werden, die ein Sprachmodell verarbeitet. Bei direkter Prompt Injection schreibt der Angreifer selbst in den Chat. Bei indirekter Prompt Injection stehen die Anweisungen in E-Mails, Dokumenten oder Webseiten, die der Agent liest. OWASP führt Prompt Injection als erstes Risiko für LLM-Anwendungen (LLM01:2025).
03Wie lassen sich KI-Agenten absichern?
Mit wenigen Rechten, klaren Grenzen für Werkzeuge und einer Freigabe durch Menschen bei kritischen Aktionen. Inhalte aus externen Quellen dürfen nie als Anweisung gelten. Ob diese Maßnahmen greifen, zeigt ein Test, der den Agenten gezielt angreift.
04Prüfen Sie auch MCP-Server?
Ja. MCP-Server geben Agenten Zugriff auf Werkzeuge und Daten. Wir prüfen, welche Aktionen über sie möglich sind, wie Zugangsdaten geschützt sind und ob manipulierte Werkzeugbeschreibungen oder Antworten den Agenten steuern können.
05Wann sollten wir Copilot und KI-Agenten prüfen lassen?
Vor dem breiten Rollout und nach wesentlichen Änderungen, etwa neuen Konnektoren, Werkzeugen oder Datenquellen. Ein Test im Pilotbetrieb ist meist am wirksamsten, weil sich Berechtigungen dann noch leicht anpassen lassen.
06Was verlangen NIS2 und KI-Verordnung?
KI-Agenten sind Teil Ihrer IT. Für Einrichtungen unter NIS2 gelten Risikoanalyse, Zugriffskontrolle und die Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen nach § 30 BSIG daher auch für sie. Für Hochrisiko-KI-Systeme verlangt Art. 15 der KI-Verordnung zusätzlich Robustheit und Cybersicherheit, etwa gegen manipulierte Eingaben. Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.