NEXGAP® Use Case · Cyberversicherung

Cyberversicherung: Risiko belegen.
Bevor der Versicherer fragt.

Wer eine Cyberversicherung abschließt oder verlängert, beantwortet einen Fragebogen zu Fernzugängen, MFA, Backups und Vorfällen. Die Angaben bestimmen Prämie und Deckung und müssen stimmen. NEXGAP prüft, ob sie halten, zeigt, was von außen sichtbar ist, und beziffert die Schadenszenarien für die Deckungssumme.

Auf einen BlickVersicherung
  • FürGeschäftsführung, CFO, Risikomanagement, Versicherungsmanagement, CISO
  • Kontext§ 19 VVG · Abschluss und Verlängerung
  • LeistungenCyber Risk Assessment · CQTI · Pentest
  • ErgebnisBelegte Angaben, Deckungssumme auf Basis von Szenarien
Ausgangslage

Der Fragebogen zur Cyberversicherung ist eine Zusage. Und Grundlage für Prämie und Deckung.

Versicherer fragen vor Vertragsschluss nach Sicherheitsmaßnahmen und früheren Vorfällen. Falsche Angaben können zu Rücktritt, Kündigung oder geänderten Bedingungen führen. Zugleich sinken die Raten am Markt: Wer sein Risiko belegen kann, verhandelt auf besserer Grundlage.

  • 64%

    der großen Industrieunternehmen in Deutschland haben eine Cyberversicherung. Bei kleinen ist es rund ein Drittel.

  • 60%

    des Werts großer Cyberschäden ging im ersten Halbjahr 2025 auf Ransomware zurück, so die Auswertung von Allianz Commercial.

  • −4%

    gaben die Raten für Cyberversicherungen weltweit im dritten Quartal 2026 nach, der dreizehnte Rückgang in Folge.

Wo Angaben wackeln

Ein Häkchen im Fragebogen ist noch kein Nachweis.

  • Angaben ohne Prüfung„MFA für alle Fernzugänge“ ist schnell angekreuzt. Ob ein vergessener Zugang ohne MFA erreichbar ist, prüft selten jemand.
  • Deckungssumme aus dem BauchOhne bezifferte Szenarien orientiert sich die Summe an Branchenwerten oder am Budget, nicht am möglichen Schaden.
  • Die Außensicht fehltWas von außen sichtbar ist, kann auch ein Versicherer sehen. Viele Unternehmen kennen ihre eigene Außensicht nicht.
  • Exposition, die niemand kenntGeleakte Zugangsdaten oder ein gehandelter Zugang bleiben oft unbemerkt, bis der Schaden eintritt.
So arbeitet NEXGAP

Angaben belegen, Deckung bemessen. Mit Fakten statt Häkchen.

NEXGAP verbindet drei Perspektiven: die Lage von außen aus CQTI, die Prüfung zentraler Angaben per Pentest und die Quantifizierung im Cyber Risk Assessment. Das Ergebnis geht in Fragebogen, Maklergespräch und Deckungsentscheidung.

  1. 01CQTI

    Außensicht

    Exponierte Systeme, Fernzugänge, geleakte Zugangsdaten und Erwähnungen im Untergrund, geprüft von Analysten. So kennen Sie Ihre Außensicht vor der Risikoprüfung.

    Lage von außen
  2. 02Pentest

    Angaben prüfen

    Gezielte Tests zentraler Angaben, etwa ob Fernzugänge durchgängig mit MFA geschützt und privilegierte Konten abgesichert sind.

    Belegte Kontrollen
  3. 03Assessment

    Beziffern

    Schadenszenarien wie Ransomware oder Datenabfluss in Euro, mit Bandbreite und offengelegten Annahmen, als Grundlage für Deckungssumme und Selbstbehalt.

    Schaden in Euro
  4. 04Bericht

    Vorlegen

    Ein Bericht für Geschäftsleitung, Makler und Versicherer: Maßnahmen, Befunde, behobene Punkte und offene Risiken.

    Unterlage für die Verhandlung
Ergebnis

Eine Unterlage, mit der Sie verhandeln können.

  • Geprüfte AngabenZentrale Antworten im Fragebogen durch Tests und Außensicht belegt, Lücken vor dem Antrag geschlossen.
  • Deckungssumme mit BegründungSchadenszenarien in Euro statt Branchenwerten, als Grundlage für Summe und Selbstbehalt.
  • Bekannte AußensichtWas von außen über Ihr Unternehmen sichtbar ist, bevor der Versicherer es bewertet.
  • Laufende BeobachtungMit CQTI bleibt die Lage zwischen zwei Verlängerungen im Blick, mit Alerts binnen 60 Minuten.
FAQ

Häufige Fragen zur Cyberversicherung.

Was Geschäftsführung, CFO und Risikomanagement vor Abschluss oder Verlängerung wissen möchten.

Frage stellen →
01Was fragt der Fragebogen einer Cyberversicherung ab?

Typisch sind Fragen zu Fernzugängen und MFA, Backups, Patchmanagement, Endpunktschutz, Schulungen, Notfallplänen und früheren Vorfällen. Umfang und Formulierung unterscheiden sich je Versicherer. Wir prüfen mit Ihnen, welche Angaben sich belegen lassen und wo Lücken bestehen.

02Was passiert bei falschen Angaben im Fragebogen der Cyberversicherung?

Nach § 19 VVG muss der Versicherungsnehmer ihm bekannte Gefahrumstände anzeigen, nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat. Bei einer Verletzung kann der Versicherer je nach Verschulden zurücktreten, kündigen oder den Vertrag zu anderen Bedingungen fortführen, sofern er auf diese Folgen gesondert in Textform hingewiesen hat. Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.

03Wie hoch sollte die Deckungssumme einer Cyberversicherung sein?

So hoch, dass sie die realistischen Schadenszenarien Ihres Unternehmens trägt, etwa eine Betriebsunterbrechung nach Ransomware oder einen Datenabfluss. Das Cyber Risk Assessment beziffert diese Szenarien in Euro, mit Bandbreite und offengelegten Annahmen.

04Senkt ein guter Nachweis die Prämie der Cyberversicherung?

Die Prämie legt der Versicherer fest. Belegte Angaben und bezifferte Szenarien verbessern aber die Grundlage für das Gespräch mit Makler und Versicherer. Laut Marsh sind die Raten für Cyberversicherungen weltweit im dritten Quartal 2026 zum dreizehnten Mal in Folge gesunken.

05Ersetzt eine Cyberversicherung Sicherheitsmaßnahmen nach NIS2?

Nein. Eine Versicherung trägt finanzielle Folgen. Die Risikomanagementmaßnahmen nach § 30 BSIG bleiben Pflicht, und die Geschäftsleitung muss sie billigen und ihre Umsetzung überwachen (§ 38 BSIG). Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.

06Wann sollten wir beginnen?

Möglichst lange vor Antrag oder Verlängerung, damit Befunde vor dem Ausfüllen behoben werden können. Die Außensicht aus CQTI erhalten Sie zu Beginn. Umfang von Pentest und Assessment stimmen wir danach mit Ihnen ab.

Kontakt

Halten Ihre Angaben im Fragebogen? Prüfen Sie es vor dem Antrag.

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