NEXGAP® Use Case · DORA

DORA Konzentrationsrisiko steuern.
Wissen, woran kritische Funktionen hängen.

DORA verlangt, dass Finanzunternehmen das Konzentrationsrisiko bei IKT-Drittdienstleistern vor jedem Vertrag über kritische oder wichtige Funktionen bewerten und ein Informationsregister führen. Das Register zeigt, wer welche Funktion trägt. CQTI zeigt, wie es um diese Dienstleister steht, laufend und von Analysten geprüft.

Auf einen BlickDORA
  • FürAuslagerungsmanagement, IKT-Risikokontrolle, Einkauf, ISB
  • RegelwerkArt. 28 und 29 DORA · DVO (EU) 2024/2956
  • LeistungenCQTI · Cyber Risk Assessment
  • ErgebnisLage je Dienstleister und Knoten, Szenarien, Nachweis
Ausgangslage

Das Konzentrationsrisiko nach DORA steht im Register. Die Lage der Dienstleister nicht.

Wenige Cloud-, Rechenzentrums- und Softwareanbieter tragen die kritischen Funktionen vieler Institute. Die Aufsicht wertet die Informationsregister aus und hat auf dieser Basis erstmals kritische IKT-Drittdienstleister benannt. Die Verantwortung für das eigene Drittparteienrisiko bleibt beim Finanzunternehmen.

Wo Register enden

Ein Register beschreibt Verträge, nicht Gefahren.

  • Statisch zum StichtagDas Register wird jährlich gemeldet. Eine Kompromittierung des Dienstleisters zwischen zwei Meldungen bildet es nicht ab.
  • Lücken in der UnterauftragsketteSubunternehmer kritischer Dienstleister sind oft unvollständig erfasst. Gerade dort entstehen verdeckte Konzentrationen.
  • Ersetzbarkeit nur auf dem PapierArt. 29 fragt, ob ein Dienstleister ohne Weiteres ersetzbar ist. Ob der Ausweichanbieter selbst exponiert ist, prüft kaum jemand.
  • Der lange SchwanzNeben den benannten kritischen Anbietern bleibt die Steuerung aller übrigen IKT-Dienstleister vollständig beim Institut.
So arbeitet NEXGAP

Vom Register zur Lage. Je Dienstleister und je Knoten.

CQTI nimmt Ihr Informationsregister als Ausgangspunkt und beobachtet die Dienstleister, an denen kritische oder wichtige Funktionen hängen. Für gemeinsame Knoten rechnen wir Ausfall- und Angriffsszenarien durch.

  1. 01Register

    Übernehmen

    Wir übernehmen Ihr Informationsregister oder einen Auszug und ordnen Dienstleister, Unterauftragnehmer, Domains und Gesellschaften zu. Kritische und wichtige Funktionen zuerst.

    Abgebildete Abhängigkeiten
  2. 02CQTI

    Überwachen

    Angriffsfläche, Infostealer-Daten, Darknet-Foren und Erpresserseiten werden für jeden Dienstleister laufend ausgewertet, für Unterauftragnehmer, soweit von außen erkennbar.

    Laufende Beobachtung
  3. 03Analyst

    Bewerten

    Analysten verifizieren Funde und bewerten sie nach Tragweite für die betroffenen Funktionen. Knoten, an denen mehrere Funktionen hängen, werden sichtbar.

    Rating je Dienstleister
  4. 04Assessment

    Durchspielen

    Für zentrale Dienstleister rechnen wir Ausfall- und Kompromittierungsszenarien in Euro durch, als Grundlage für Exit-Strategie und Risikobericht.

    Szenario je Knoten
Ergebnis

Eine Konzentrationsanalyse, die mit der Lage Schritt hält.

  • Rating je IKT-DienstleisterMit Begründung je Fund, vergleichbar über alle Dienstleister und im Zeitverlauf.
  • Alerts bei kritischen FundenBinnen 60 Minuten per E-Mail und Webhook in GRC- oder Ticketsystem.
  • Szenarien für zentrale KnotenFolgen eines Ausfalls oder Angriffs in Euro, als Grundlage für Exit-Planung und Vorstandsbericht.
  • Nachweis für Aufsicht und RevisionDokumentierte Bewertung und Überwachung je Dienstleister, mit Zeitpunkt und Quelle.
FAQ

Häufige Fragen zum Konzentrationsrisiko.

Was Auslagerungsmanagement, IKT-Risikokontrolle und Einkauf vor dem Start wissen möchten.

Frage stellen →
01Was verlangt DORA zum IKT-Konzentrationsrisiko?

Vor einem Vertrag über IKT-Dienstleistungen für kritische oder wichtige Funktionen müssen Finanzunternehmen prüfen, ob dieser zu einem IKT-Konzentrationsrisiko beiträgt (Art. 28 Abs. 4 lit. c DORA). Art. 29 nennt zwei Fälle: einen Dienstleister, der nicht ohne Weiteres ersetzbar ist, und mehrere Verträge mit demselben oder eng verbundenen Dienstleistern. Unterauftragsketten, besonders in Drittstaaten, sind einzubeziehen. Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.

02Was ist das DORA-Informationsregister?

Nach Art. 28 Abs. 3 DORA führen Finanzunternehmen ein Register aller vertraglichen Vereinbarungen über IKT-Dienstleistungen, getrennt nach Verträgen für kritische oder wichtige Funktionen und übrigen. Die Aufsicht erhält mindestens jährlich Angaben daraus. Die Vorlagen regelt die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2956.

03Ersetzt die Aufsicht über kritische IKT-Drittdienstleister unser eigenes Risikomanagement?

Nein. Die Europäischen Aufsichtsbehörden haben im November 2025 erstmals 19 kritische IKT-Drittdienstleister benannt und beaufsichtigen sie direkt. Finanzunternehmen bleiben für ihr IKT-Drittparteienrisiko voll verantwortlich (Art. 28 Abs. 1 DORA), auch bei allen nicht benannten Dienstleistern.

04Wie erkennt man ein DORA Konzentrationsrisiko bei IKT-Drittdienstleistern?

Im Register an Dienstleistern, die mehrere kritische Funktionen tragen oder schwer ersetzbar sind. Ergänzend zeigt CQTI gemeinsame Knoten von außen, etwa dieselbe Infrastruktur oder denselben Unterauftragnehmer, und ob diese Knoten aktuell exponiert sind. Der Grad der Gewissheit wird je Verknüpfung ausgewiesen.

05Erstellt NEXGAP unser Informationsregister?

Nein. Wir erstellen keine Meldungen und ersetzen das Register nicht. Wir nutzen es als Ausgangspunkt und liefern die Bewertung und Überwachung je Dienstleister, die das Register selbst nicht enthält.

06Hilft die Analyse bei der Exit-Strategie?

Ja. DORA verlangt für IKT-Dienstleistungen, die kritische oder wichtige Funktionen unterstützen, umfassende, dokumentierte und ausreichend getestete Exit-Pläne (Art. 28 Abs. 8). Szenarien für zentrale Dienstleister und die Lage möglicher Ausweichanbieter liefern dafür eine Grundlage.

Kontakt

Woran hängen Ihre kritischen Funktionen? Die Auswertung zeigt es.

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