NEXGAP® Use Case · Einkauf und Lieferkette

Lieferanten vor dem Onboarding prüfen.
Was Angreifer schon über sie wissen.

Wer einen Lieferanten freigibt, gibt ihm oft Zugang zu Daten, Systemen oder Fernwartung. Fragebögen zeigen, was der Lieferant über sich sagt. Der Cyber-Check von NEXGAP ergänzt Ihre Lieferantenbewertung vor Vertragsschluss um die Außensicht: Leaks, Angriffsfläche, Vorfälle und Erwähnungen im Untergrund, bewertet von Analysten.

Auf einen BlickOnboarding
  • FürEinkauf, Lieferantenmanagement, CISO, TPRM
  • ZeitpunktVor Vertragsschluss, bei Verlängerung und bei neuem Zugang
  • LeistungenCQTI-Rating · Supply Chain Assessment
  • ErgebnisRating und Befunde je Lieferant als Grundlage für Freigabe und Vertrag
Ausgangslage

Die Lieferantenbewertung endet oft beim Fragebogen. Angreifer schauen genauer hin.

Einkauf und Informationssicherheit bewerten neue Lieferanten meist mit Selbstauskunft und Zertifikat. Ob Zugangsdaten des Lieferanten gehandelt werden, ob er auf einer Leak-Seite steht oder verwundbare Systeme betreibt, zeigt das nicht. Nach der Freigabe ist der Zugang eingerichtet und der Vertrag unterschrieben.

  • 48%

    der untersuchten Datenschutzverletzungen hatten einen Bezug zu Dritten, nach 30 Prozent im Vorjahr.

  • 28%

    der Unternehmen in Deutschland wissen oder vermuten, dass Zulieferer in den letzten zwölf Monaten Opfer von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage wurden.

  • 23%

    der Drittparteien beheben fehlende oder fehlerhaft eingerichtete MFA bei Cloud-Konten vollständig.

Wo das Onboarding blind ist

Freigegeben ist schnell. Zurückgenommen selten.

  • Selbstauskunft statt AußensichtFragebögen und Zertifikate zeigen Prozesse zum Stichtag. Geleakte Zugänge und offene Systeme stehen darin nicht.
  • Prüfung nach der FreigabeOft wird erst bewertet, wenn Zugang und Vertrag schon bestehen. Dann fehlt der Hebel für Auflagen.
  • Alle Lieferanten gleichEin Händler für Büromaterial und ein IT-Dienstleister mit Fernwartung durchlaufen denselben Fragebogen.
  • Keine Antwort vom LieferantenKleine Lieferanten können lange Fragebögen kaum beantworten. Die Bewertung bleibt dann leer.
So arbeitet NEXGAP

Vor der Unterschrift wissen, wie ein Lieferant dasteht. Passiv von außen, ohne Fragebogen.

CQTI bewertet neue Lieferanten von außen, ohne deren Mitwirkung. Analysten prüfen jeden Fund. Für kritische Lieferanten vertiefen wir mit einem Supply Chain Assessment. Nach der Freigabe läuft die Beobachtung weiter.

  1. 01CQTI

    Einordnen

    Sie melden den Lieferanten mit Domains und der Art des geplanten Zugangs. Wir ordnen Gesellschaften zu und legen die Prüftiefe nach Kritikalität fest.

    Prüfumfang
  2. 02CQTI

    Prüfen

    Externe Angriffsfläche, Infostealer-Daten, Darknet-Foren und Erpresserseiten werden für den Lieferanten ausgewertet, einschließlich früherer Vorfälle.

    Befunde von außen
  3. 03Analyst

    Bewerten

    Analysten verifizieren die Funde und bewerten sie nach Ausnutzbarkeit und Bezug zu dem Zugang, den der Lieferant erhalten soll. Daraus entsteht ein Rating.

    Rating mit Begründung
  4. 04Assessment

    Entscheiden

    Für kritische Lieferanten vertieft ein Supply Chain Assessment. Die Ergebnisse gehen per Webhook in Ihr Lieferanten- oder GRC-System und in die Vertragsverhandlung.

    Grundlage für Freigabe
Ergebnis

Eine Freigabe, die auf Fakten beruht.

  • Rating vor VertragsschlussVergleichbar über alle Lieferanten, mit Begründung je Fund.
  • Befunde als AuflagenKonkrete Punkte, die der Lieferant vor dem Zugang beheben soll, etwa offene Fernwartung oder geleakte Konten.
  • Prüftiefe nach KritikalitätRating für neue Lieferanten, Supply Chain Assessment für die mit Zugang zu Systemen oder Daten.
  • Beobachtung nach der FreigabeFreigegebene Lieferanten überwacht CQTI weiter, mit Alert binnen 60 Minuten bei kritischen Funden.
FAQ

Häufige Fragen zum Lieferanten-Onboarding.

Was Einkauf, Lieferantenmanagement und CISO vor der nächsten Freigabe wissen möchten.

Frage stellen →
01Wie bewertet man Lieferanten auf Cybersecurity?

Mit zwei Perspektiven: der Selbstauskunft des Lieferanten über Fragebogen, Zertifikate und Verträge und der Außensicht auf seine tatsächliche Lage. Die Außensicht zeigt geleakte Zugänge, verwundbare Systeme und Vorfälle. Die Prüftiefe sollte sich nach dem Zugang richten, den der Lieferant erhält.

02Wann im Onboarding sollte der Cyber-Check stattfinden?

Vor der Vertragsunterschrift und vor der Einrichtung von Zugängen. Dann lassen sich Befunde als Auflagen vereinbaren. Sinnvoll ist eine erneute Prüfung bei Vertragsverlängerung und wenn sich Umfang oder Zugang ändern.

03Müssen Lieferanten beim Cyber-Check mitwirken?

Nein. Wir bewerten passiv über öffentlich beobachtbare Quellen und Daten Dritter. Es wird nichts installiert und nichts aktiv getestet. Das funktioniert auch bei kleinen Lieferanten, die keinen Fragebogen beantworten können.

04Was verlangen NIS2 und DORA bei der Auswahl von Lieferanten?

Die Sicherheit der Lieferkette gehört nach § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG zu den Pflichtmaßnahmen, einschließlich sicherheitsbezogener Aspekte der Beziehungen zu unmittelbaren Anbietern. Finanzunternehmen müssen IKT-Drittdienstleister nach Art. 28 DORA bereits vor Vertragsschluss bewerten. Die Übersicht unterstützt die Einordnung und ersetzt keine rechtliche Bewertung.

05Ersetzt der Cyber-Check den Fragebogen in der Lieferantenbewertung?

Nein, er ergänzt ihn. Der Fragebogen zeigt Prozesse und Zusagen, der Cyber-Check die Lage von außen. Widersprüche zwischen beiden sind oft der wichtigste Befund.

06Was passiert nach der Freigabe?

Freigegebene Lieferanten lassen sich mit CQTI laufend überwachen. Ändert sich die Lage, etwa durch geleakte Zugänge oder einen Eintrag auf einer Leak-Seite, erhalten Sie binnen 60 Minuten einen Alert per E-Mail und Webhook.

Kontakt

Wie steht Ihr nächster Lieferant von außen da? Der Cyber-Check zeigt es.

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